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Tempelhofer Feld

Tempelhofer Feld

Beschreibung

Im Mai 2014 erreichte der Gesetzentwurf der Bürgerinitiative „100% Tempelhofer Feld“ im Volksentscheid mit 64,3 Prozent Zustimmung eine klare Mehrheit. Der Volksentscheid wird nun Gesetz.
Das heißt, dass die Stadt auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof auf absehbare Zeit nicht mehr bauen darf.
Das Flugfeld hat sich nach seiner Schließung zu einem der beliebtesten innerstädtischen Freizeittreffs entwickelt und wird von vielen Berlinern genutzt. Der Senat wollte an drei Rändern des Feldes insgesamt 4700 Wohnungen und Gebäude für gewerbliche Nutzung errichten lassen. Ein weiteres Prestigeobjekt war die neue Landesbibliothek, die neben dem ehemaligen Flughafengebäudes erreichtet werden sollte. Das Zentrum, mit einer Fläche von 230 Hektar,sollte Parkfläche bleiben. Die Plannung sahen kurzzeitig sogar eine internationale Gartenschau für diesen Teil des Geländes vor.

Dazu meinte der der noch amtierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), dass nun an anderen Orten Wohnungen gebaut werden. Außerdem meint er: "Der Volksentscheid zum Tempelhofer Feld hat ein klares Ergebnis, das akzeptiert werden muss", und der Bürgerwille nicht in Frage gestellt werden dürfe. "Alle anderen Planungen sind einzustellen."
Der Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) kommentierte das Ergebnis als eine bittere Niederlage und sehe es als eine vergebene Chance, die dringend benötigten städtischen Wohnungen bauen zu können.

Aktuelle Trifft der Senat folgende Stellungsnahme:

"Nach dem Volksentscheid und dem Inkrafttreten des Gesetzes für den Erhalt des Tempelhofer Feldes übernimmt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt als im Gesetz benannte zuständige Verwaltung wichtige Aufgaben für das Tempelhofer Feld und wird dabei weiterhin von der Grün Berlin GmbH unterstützt. Vorrangig geht es jetzt darum, den im Gesetz vorgesehenen Entwicklungs- und Pflegeplan mit breiter Beteiligung der Bevölkerung als Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Feldes zu erarbeiten.

In den letzten Wochen wurde deswegen das Grundgerüst für einen partizipativen Prozess zur Erstellung des Entwicklungs- und Pflegeplans erarbeitet. Dabei war es von Beginn an wichtig, nicht im Vorfeld Tatsachen zu schaffen, sondern einen offenen, transparenten und zielorientierten Prozess vorzubereiten. Es geht darum, den Startschuss zu geben, wichtige Rahmenbedingungen zu bieten und es so der Stadtgesellschaft zu ermöglichen, einen Partizipationsprozess zu gestalten, der eine breite Diskussion und am Ende des Prozesses einen ebenso breiten Konsens ermöglicht."

Es bleibt abzuwarten wie sich das Gelände weiter entwickeln wird.

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