Akademie der Zusammenkunft

Akademie der Zusammenkunft

Projektziel:

Ziel ist die Errichtung der temporären public studios am Haus der Statistik auf dem Vorplatz Otto Braun Straße Ecke Mollstrasse. Die 8 Meter hohe Gerüstruktur aus wiederverwertbaren Gerüstelementen hat eine Grundfläche von 11 Meter mal 17 Meter. Der Innenraum bietet im EG Platz für ca. 40 Sitzplätze. Im Eg befindet sich eine Bühne mit den Maßen 3 x 5 Meter. Die umlaufende Galerie im ersten Obergeschoss hat eine Breite von 2,18 Metern und wird auf den beiden Längsseiten über zwei Treppenaufgänge erschlossen. Zusätzlich findet sich im zweiten Obergeschoss eine begehbare Dachfläche von 25 Quadratmetern. Der Kern der Struktur gleicht somit einer Arena, die einen Innenraum schafft, der für vielfältige Zwecke genutzt werden kann. Gleichzeitig betont die Grundstruktur den hohen partizipativen Charakter durch die Forderung einer Nutzung und Fertigstellung durch die Besucher und Nutzer.
Die Mehrzahl der Bauelemente, also auch die Bühne und die Funktionsräume im Erdgeschoss sowie die Fassadenverkleidung aus Kunststoff können nach dem Ende der Akademie weitere Verwendung finden und in den Baukreislauf zurückgeführt werden. Damit wird die Produktion von Wegwerfleistungen auf ein Minimum reduziert. Dieses Konzept der Angemessenheit, Flexibilität und Reduktion auf einfachste Mittel steht programmatisch für die Akademie der ZusammenKUNFT als Ganzes.

Bezugnehmend auf Architekturformen des öffentlichen Austauschs aber auch der konzentrierten Zusammenarbeit beherbergt die Installation Flächen zur Zusammenkunft für kleinere und größere Gruppen. Die public studios werden vom ersten Tag der Akademie an als gemeinschaftlicher Imaginations-, Bau- und Nutzungsprozess ins Leben gerufen. Zu Beginn im Rahmen punktueller künstlerischer Interventionen, werden durch Markierungen die physischen und inhaltlichen Fundamente der public studios gelegt. Später, wenn alle Genehmigungen erteilt sind, soll der Bau kollektiv durchgeführt werden und schließlich eine selbstverwaltete Betriebsstruktur vom kuratorischen Team und AkademieRat aufgebaut werden.

Mehrwert:

Die Akademie/public studios richten sich an Künstler_innen der freien Szene, Neu-Berliner_innen und Alt-Berliner_innen, universitäre Seminargruppen, Initiativen und Vereine, die sich mit den Themen Flucht bzw. Migrationsgesellschaft, Stadtentwicklung, integratives Wohnen, (selbstorganisierte / institutionelle) Bildung und Kunst oder Schnittmengen dieser Themen beschäftigen. Alle sind eingeladen, ihre Fragen, Kenntnisse und ihre spezifischen Fähigkeiten im öffentlichen Raum und in benachbarten Einrichtungen des Haus der Statistik zu vermitteln. Die Akademie ist einem progressiven Begriff kultureller Bildung verpflichtet und knüpft an die Praxis kontextspezifischer Selbstbildungsinitiativen an, wie aktuell die open schoool in Wien
(http://www.openschoool.org) oder historisch die VolxUnis in verschiedenen westdeutschen Städten.

Team:

Die Akademie der Zusammenkunft wird durch folgende Personen und Institutionen realisiert.
- openBerlin e.V., Fachgebiet für Städtebau und Urbanisierung, CUD, TU Berlin vertreten durch Johannes Dumpe und Rocco Zühlke
- Stadt Neudenken e.V. (vertreten durch Florian Schmidt)
- Institut für Kunst im Kontext, Universität der Künste Berlin (vertreten durch Claudia Hummel, wissenschaftliche Lehrkraft für besondere Aufgaben)
- Raumlabor Berlin (vertreten durch Andrea Hofmann und Markus Bader)
- Initiative Haus der Statistik (vertreten durch Simon Wöhr)